Csornai Múzeum

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Das Csornai Museum ist eine Sammlung, die die geschichtlichen und ethnografischen Werte von Rábaköz präsentiert. Es fand 1969 seinen Sitz in Csorna, zwischen den jahrhundertealten Mauern des Gebäudes der Csornai Premontrei Präpostság. Das erste Pfarrhaus wurde um 1180 erbaut, seine heutige spätbarocke Form erhielt es zwischen 1802‑1808, als es nach einem Brand wieder aufgebaut wurde.

Die Vorgänger des Museums

Aus der Museumsgründungswelle des 2. Halbjahres des 19. Jahrhunderts blieb Rábaköz außen vor. Jahrzehnte später, zwischen den beiden Weltkriegen, war es als lokale Ausprägung der von Kunó Klebelsberg geprägten Kulturpolitik die Initiative des Zeichenlehrers der staatlichen bürgerlichen Jungenschule Csornai, József Fekete, der die Schüler einbezog, um ethnografische Gegenstände zu sammeln, zu ordnen und zu präsentieren, und damit eine wertvolle Schulsammlung schuf. Bei der schulischen Ausstellung vom 17. bis 29. Juni 1928 wurde die Sammlung in drei Räumen gezeigt. Neben den ethnografischen Sammelobjekten fanden Schülerarbeiten sowie Gemälde von József Fekete Platz in der kleinen Ausstellung. Über die Sammlung ist kein Verzeichnis erhalten, nach der im Schulbulletin veröffentlichten Liste könnte die Stückzahl 160‑170 betragen haben. Die Sammlung war nicht nur wegen ihrer (geschätzten) Stückzahl und des im Bulletin genannten Umfangs für das spätere Museum bedeutend und beispielhaft, sondern auch wegen der dahinterstehenden Ideen und der begeisterten Organisation, wie man aus dem Aufruf von József Fekete im Jahr 1928 im Schulbulletin schließen kann: „Was hinterlassen wir unseren Nachkommen, damit sie stolz an uns zurückdenken?... Unser Gold, unser Silber fehlt. Das gesegnete Land von Rábaköz verbirgt keinen Stein, es enthält bearbeitbaren Stein… Aber das fleißige ungarische Volk, das hier lebt, hat Schätze aus Holz und Hanf geschaffen. Aus Holz und Liebe, aus Vergänglichem und Ewigem… Was wir jedoch noch als unser Eigen bezeichnen können, ist bereits nur ein sterbender Wrack. Das zerfällige Haus wankt, die Meisterbalken zerbröckeln, die tulpenförmige Truhe, das Himmelbett, die Schale, das Eckbett…, weil das Verständnis fehlt, mit dem wir ihnen neues Leben einhauchen könnten. Wir wollen die vergeudeten Schätze retten. Nicht für uns, sondern für die Nachwelt, die sicherlich ihre Schönheit und Bedeutung verstehen wird.“

Die Sammlung war nach dem Zweiten Weltkrieg zerstreut, ihre geschnitzten Holzobjekte bewahrte der erste Direktor des aus dieser Schule entstandenen Gymnasiums nach der Verstaatlichung, Iván Király, und übergab sie später der als Filiale des Xántusz János Museums betriebenen Sammlung, und sie gelangte ebenfalls aus seinem Nachlass ins Museum.

Die Geschichte des Museums

1948 schrieb Király János, Richter von Csorna, und György Czinder, Gemeindehauptschreiber, mit Unterstützung von Antal Pozsgay, Unterbeamt von Sopron, einen Antrag an Minister Gyula Ortutay mit der Absicht, das Rábaközi Regionalmuseum zu errichten. Die Verwaltung wollte einen 60 m² großen Turmraum einer „neuen“ Pfarrkirche, die zwischen 1932 und 1938 mit einem westlichen Turmpaar gebaut worden war, als Museum nutzen. Minister Gyula Ortutay ernannte den Fachmuseologen des Volkskleidermuseums und der Stickkulturen, Gertrúda Palotay, zur Organisation der Sammlung bzw. des Museums. Nach dem Tod von Gertrúd Palotay im Jahr 1951 gingen die Koordinationsaufgaben auf das Bezirksmuseum über. Zwischen 1963 und 1968 stand Imre Németh, Volkskundler des XJM, hinter der Angelegenheit, der dank der Arbeit der csornai Pädagogen, vor allem Antal Beősze, die Einrichtung des Instituts realisierte.

Ein typisches Merkmal der Epoche war, dass ländliche Volkskulturkreise ihre Sammlungen systematisierten und in ernsthaftere Rahmen einordnen wollten, dabei häufig die grundlegenden museologischen Fachanforderungen stark verletzten, da der Hauptantrieb für die Organisation und Systematisierung dieser Sammlungen die eigenständige Begeisterung war, die oft von Dilettantismus begleitet wurde. In Csorna hingegen fanden unter der Leitung des pensionierten Lehrers Antal Beősze systematische, sorgfältige Materialsammlungen, „Expeditionen“ statt, deren Ergebnis unsere Stammsammlung ist.

Die Systematisierung des Materials wartete auf Szalontay Judit, die 1969 von Bezirksleiter Dávid Lajos nach Csorna versetzt wurde, um als Sammlungsleiterin zu arbeiten. Am 22. Juni 1969 wurde die erste ständige Ausstellung im Erdgeschoss des nördlichen Flügels des ehemaligen Premontrei-Rathaus (damals Bezirksrat) eröffnet. Die Ausstellung wurde von Pödör Pál eröffnet, der zwei Jahre später am Tag der Stadtreife als erster Ratsmitglied dieses Ereignis als eine der Säulen des städtischen Lebens würdigte. Die klassisch gestaltete Ausstellung erfuhr mehrfach bedeutende Veränderungen und ihr Ausstellungsbereich wuchs kontinuierlich. Szalontay Judit wurde von Sammlungsleiterin zur Museumsdirektorin und schließlich zur Museumsleiterin, zudem wurde sie Fachmuseologin für Volkskunde. Die kleine filialbezogene Sammlung entwickelte sie bis 1990 zu einem Museum – in Zusammenarbeit mit den fachlichen und Trägerorganisationen des Kreises und dem 1989 wieder angesiedelten Premontrei-Orden.

Das Museumsleben war lebhaft, neben der ständigen Ausstellung wurden jährlich 3–4 eigenständige und aufgenommene Sonderausstellungen organisiert, man nahm an den landesweiten musealen Programmen teil, richtete Fachkonferenzen aus und veröffentlichte eine eigenständige Publikationsreihe (Csornai Múzeumi Füzetek 1–4.).

Die 1990 eröffnete ständige volkskundliche Ausstellung erhielt einen Qualitätspreis, die Sammlung erhielt den Titel Landschaftsmuseum und wurde 2000 zum Sonderpreis des Ministeriums im Wettbewerb „Jahr des Museums“ gekürt.

Die landesweite museologische Großkrise war auch in Csorna spürbar: Die Einrichtung wurde 2005 zum Sammlungsobjekt und 2007 zum Ausstellungsort, ein Prozess, der einen enormen fachlichen und organisatorischen Rückgang bedeutete. Der Personalabbau betrug 2005 36 %, 2007 weitere 33 %, und kurz vor der Trägerschaftsübernahme, im Jahr des Wegfalls der Bezirksmuseumleitung, blieben nur noch 2 Teilzeit‑Wächter übrig. Diese Zeit war der Tiefpunkt in der Geschichte des Museums.

Im Zusammenhang mit diesem Vorgang wurde 2012 das Bezirksmuseumnetzwerk aufgelöst, der Träger der Einrichtung wurde 2013 die Stadtverwaltung von Csorna. Die Leitung der Einrichtung wurde damals von Szalayné Galambosi Tímea übernommen, die seit 2008 auch Direktorin des Csornai Stadtkulturzentrums und der Bibliothek war.

Steckbrief

Typ
museum

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Koordinaten: 47.612500, 17.250278In Google Maps öffnen

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Quellen

Der Text auf dieser Seite wurde übersetzt aus: Csornai Múzeum (hu.wikipedia.org), Stand: 30 July 2026

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