Delago Hole

Szenti Tamás · CC BY-SA 4.0

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Der Delago-odú ist eine der in Oszolyon gelegenen Höhlen im Pilis-Gebirge im Gebiet des Nationalparks Duna–Ipoly, die auch in touristischen Reiseführern vorgestellt wird. Der imposante Eingang ist auch aus großer Entfernung gut sichtbar.

Beschreibung

Er liegt im Außenbezirk von Csobánka, am Margit-See. In einer Felswand von Oszoly, an der Delago-Felswand, befindet sich der imposante, breite, ovale, nach Westen gerichtete, natürlich geformte Eingang, der aus großer Entfernung gut sichtbar ist. Im oberen Trias entstand in weiß gefülltem, dickschichtigen, dachsteinartigen Kalkstein wahrscheinlich durch Thermalwasser ein fünf Meter langer Felshöhleneingang, der keine sedimentäre Füllung aufweist. In den Kalksteinrissen befindet sich Calcit. Die trockene Höhle verengt sich nach oben zu einem kleinen Trichter, in dem gelegentlich Raubvögel vorkommen. Der Eingang ist leicht über Felsklettern zu erreichen.

1981 wurde die Höhle erstmals in der Literatur als Delago-odú bezeichnet. In der Literatur erscheint die Höhle auch unter den Namen Delago-odu (Kordos 1975), Delago odu (Kordos 1971) und Delagó-odú (Kraus 1997).

Forschungsgeschichte

Im 1967 erschienenen Buch „Pilis útikalauz“ wurde erwähnt, dass zwischen den von Wald umgebenen Kalksteinfelsen, die nach Oszoly Csobánka blicken, auf der Nordwestseite mehrere unbedeutende Hohlräume zu finden sind. Laut dem 1969 veröffentlichten Karst- und Höhlenforschungs-Informationsblatt wurden im August 1969 vom Höhlenforschungsgruppe Szpeleológia während eines im Kevélyek organisierten Lagers feste Punkte in den kleineren und größeren Hohlräumen von Oszoly und der Oszoly-Seite gesetzt. In diesem Jahr erstellte László Kordos eine farbige Diaschrift, auf der die Höhle zu sehen ist. Am 26. April 1970 führte László Kordos mit einem von Assmann entwickelten aspirativen Psychrometer klimatologische Messungen an der Oberfläche und in der Höhle durch.

1970 wurde von László Kordos und Erzsébet Wehovszky mit verlorenen Punkten, Bergmannskompass vermessen, und in diesem Jahr zeichnete und bearbeitete László Kordos auf Grundlage der Vermessung den Grundrissplan und den Längsschnittplan, die im Maßstab 1:100 erstellt wurden. Nach der Vermessung ist die Höhle 2,5 Meter lang und 5 Meter tief. Im Jahresbericht 1970 der Speleologie-Höhlenforschungsgruppe findet sich eine ausführliche Beschreibung der Höhle. Im Bericht steht, dass die Delago‑Höhle ein nach oben hin sich erweiterndes Hohlraum ist, das zu einem kleinen Kegel verengt. Die Fels­höhle wird regelmäßig von einem großen Raubvogel genutzt, worüber Federn, Kot und kleine Knochenfragmente Zeugnis ablegen. Die Höhle ist mit ein wenig Klettern, ohne Ausrüstung, zu besichtigen. Sie liegt nicht an den häufig genutzten Kletterwegen und wird relativ selten aus der Nähe betrachtet. Den Anhang des Berichts bildeten die Karten von 1970.

Im 1974 erschienenen Buch „Pilis‑Reiseführer“ wird im Verzeichnis der Höhlen des Pilis‑ und Visegrád‑Gebirges (S. 19–20) erwähnt, dass zwischen den Höhlen des Pilis‑ und des Visegrád‑Gebirges die Oszoly‑Höhlen liegen. Im Abschnitt, der die Höhlen des Pilis‑Gebirges beschreibt, heißt es, dass zwischen den über Csobánka aufsteigenden Oszoly‑Felsen ein halbes Dutzend kleiner Höhlen existieren. Diese wurden von der Speleologie‑Höhlenforschungsgruppe kartiert und regelmäßig erforscht. Die meisten dieser kleinen Höhlen sind nicht besonders eindrucksvoll, aber sie sollten erwähnt werden, weil sie in den von Touristen, insbesondere Kletterern, regelmäßig besuchten Felswänden von Oszoly und in deren Nähe liegen und einige von ihnen ausgezeichnete Möglichkeiten zum Bivouac bieten. Der Oszoly‑Abbruch unter der Felswand namens Delago kann durch ein von weitem sichtbares, ovales Öffnung nach oben hin sich erweiterndes, 5 m tiefes Loch betreten werden.

Im Bericht des MKBT von 1975 wurde der Teil des Berichts von 1970 über die Höhle zusammen mit den darin enthaltenen Karten veröffentlicht. In der Studie wurde unter anderem angegeben, dass die Länge 5 m, die Tiefe 5 m und die horizontale Ausdehnung 2,5 m beträgt. Manchmal suchen dort Höhlenkletterer die Stelle auf. In der Publikation befindet sich ein Lageplan, auf dem die geographische Lage des Csúcs-Berges und der Oszoly-Höhlen zu sehen ist. Auf dem Plan ist die geographische Lage der Delago-odu erkennbar.

Im von Bertalan Károly verfassten und 1976 fertiggestellten Manuskript steht, dass die Delago-odu im Pilis-Gebirge, in der Kevély-Gruppe, bei Pomáz liegt. Der Oszoly-Abgang öffnet sich unter der Wand der Delago-odu zu einer ovalen Kammer. Der Eingang, aus der Ferne sichtbar, ist mit geringem Höhlenklettern erreichbar. Die nach oben hin breitere Kammer ist 2,5 m lang und 5 m tief und verengt sich zu einem kleinen Gewölbe. Der Höhlenteil des Manuskripts wurde auf Basis von zwei literarischen Werken verfasst.

In der Ausgabe 1–2 des Jahres 1981 von Karst und Höhle wurde bekannt, dass die Delago-odu die Katasternummer 4820/19 hat. Im 1984 erschienenen Buch „Die Höhlen Ungarns“ ist sie in der landesweiten Höhlenliste unter den Höhlen des Pilis-Gebirges unter dem Namen Delago-odu aufgeführt. Im Zusammenhang mit der Liste ist auf einer Karte im Maßstab 1 : 500 000, die die geographische Lage der Höhlen des Dunazug-Gebirges zeigt, die geographische Lage der Höhle verzeichnet. 1990 zeichnete József Kárpát eine Übersichtskarte, auf der die geographische Lage der Höhlen der oszoly‑Klettererschule zu sehen ist. Auf dieser Karte ist die geographische Lage der Delago-odu ersichtlich. Im 1991 erschienenen Reiseführer wird die Höhlenbeschreibung aus dem Reiseführer von 1974 sowie die allgemeine Beschreibung der Oszoly-Höhlen wiederholt.

In der 1991 von Kárpát József verfassten Zusammenstellung ist es nicht enthalten. Im Tourenführer des Höhlentages 1996 wird die Höhlenbeschreibung aus dem 1991 veröffentlichten Reiseführer sowie die allgemeine Beschreibung der Oszoly-Höhlen wiederholt. Am 6. Juni 1997 zeichnete Kraus Sándor anhand der 1990 von Kárpát József erstellten Übersichtskarte von Oszoly einen Lageplan, auf dem die geografische Lage der Höhlen im D-Teil der oszolyischen Gesteinsgruppen dargestellt ist. Auf dem Plan ist die geografische Lage der Delagó-Höhle zu erkennen. In Kraus Sándor's Bericht von 1997 steht, dass die Delagó-Höhle bereits vor 1997 kartiert war. Der 1997er Lageplan wurde in den Bericht aufgenommen. Im 2005 erschienenen Buch „Magyar hegyisport und turista enciklopédia“ wird erwähnt, dass im Oszoly-Wald verstreut Felsblöcke und kleine Höhleneingänge abwechseln.

Steckbrief

Typ
cave

Fakten von Wikidata.

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Koordinaten: 47.646156, 18.972650In Google Maps öffnen

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Quellen

Der Text auf dieser Seite wurde übersetzt aus: Delago-odú (hu.wikipedia.org), Stand: 8 November 2021

Der Text steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 zur Verfügung.