Muncugtepe necropolis
Muncuqlutəpə Nekropole — eine archäologische Stätte aus der Eisenzeit in der Nähe der Dörfer Sabirkənd und Kələntər Dizə im Bezirk Ordubad der Autonomen Republik Naxçıvan.
Forschungen
Während der 1979–1982 durchgeführten Forschungen wurden auf einer Fläche von etwa 1600–1700 m² 33 Grabkomplexe vom Typ Särdab untersucht. Die Gräber sind mit ordentlich bearbeiteten, unterschiedlich großen Felsblöcken gebaut und ihre Oberseiten mit Flachsteinen bedeckt. Um die Kammern herum wurden bis zu 1,5 Meter breite Flachsteinböden verlegt. Es gibt Särdabs mit einer Länge von 3 Metern und einer Breite von 1,6 Metern. Ihre Tiefe beträgt bis zu 1,3 Meter. Die Gräber von Muncuqlutəpə bestehen aus drei Teilen:
der Grabkammer;
dem Zugangsgang;
einem separat bearbeiteten Opferplatz.
Der Zugangsgang zur Grabkammer ist von Westen oder Osten her aus Stein gebaut und mit Flachsteinen bedeckt. Der aus Steinen gelegte Boden des Gangs liegt höher als der Boden der Grabkammern. Der Zugang zur Grabkammer ist mit einem einzelnen Flachstein bedeckt, der bei der nächsten Bestattung das Eindringen in die Grabkammer erleichterte.
Aufbau der Gräber
Von den 33 Särdabs der Muncuqlutəpə Nekropole war nur einer in zwei Teile geteilt, wobei flache Steine in die Kammer gelegt waren. Alle Särdabs im Nekropolis wurden teilweise oder stark geplündert, die anatomische Lage der Skelette war gestört und die Knochen wurden in die Kammer verstreut. Ein Grund dafür war das Zurückschieben der vorherigen Skelette nach hinten bei der nächsten Bestattung. Aufgrund des Zustands einiger unbehandelter Skelette wurde festgestellt, dass die Bestatteten in gekrümmter Position im Grab lagen und oben neben ihnen platziert waren.
Im Gegensatz zu den Opferstätten, die in den Grabbeigebieten der III–II Jahrtausende v. Chr. an die Gräber angebunden waren, wurden die Opferstätten der Grabkammern von Muncuqlutəpə separat vor dem Eingang des Grabes angelegt. Die Opferstätten wurden in viereckiger, quadratischer und runder Anordnung errichtet. In der Nekropole von Muncuqlutəpə wurden mehrere unberührte Opferstätten entdeckt. In diesen Opferstätten wurde das gesamte Set von Tafelfröchten (28 Tongefäße) platziert. In den Opferstätten kommt es nur sehr zufällig zu dekorativen Gegenständen. In die Tongefäße der Opferstätten wurden vermutlich pflanzliche, trockene und klare Nahrungsmittel gelegt. Bisher wurden in den Tongefäßen weder tierische noch Vogelknochen gefunden. Trotzdem liefert die Entdeckung von Ton-Schafsfiguren in einem Gefäß einen Hinweis darauf, dass das Opferritual im übertragenen Sinne durchgeführt wurde. Ein Aspekt des Bestattungsrituals, der in Muncuq lutəpə besonders zu erwähnen ist, besteht darin, dass bei jeder neuen Bestattung in den Kammern der Grabkammern neue Tongefäße neben dem Leichnam platziert wurden, wobei die Opferstätten nicht berührt wurden. Oder es wird angenommen, dass die Tongefäße aus den Opferstätten entnommen, gereinigt, mit Nahrung gefüllt und dann wieder in die Opferstätte zurückgestellt wurden.
Materialien aus den Ausgrabungen
Eine Opferkammer ist in zwei Hälften geteilt und in beiden Teilen aus denselben Gefäßen zusammengesetzt. Diese Opferstätte wurde vermutlich errichtet, als gleichzeitig zwei Personen starben. Für die Opferstätten sind ein Würfel mit Loch im Boden, ein „Kessel“-typischer Löffel, eine konisch geformte Vase, ein flacher dreibeiniger Sockel, verschiedene Schalen, Teller und Pokale charakteristisch. An den Rändern oder Schultern einiger Teller und Schalen befinden sich vertikal oder horizontal platzierte, mit einem Loch versehene Verschlussklappen. Die in den Opferstätten gefundenen Gefäße sind größtenteils technisch fehlerhaft, krumm und unsauber hergestellt. Bei einigen Gefäßen wurden die Verschlussklappen nicht durchstochen, bei einigen „Kessel“-Typen fehlt das Loch im Ausguss. Diese Gefäße wurden im Ofen schlecht gebrannt, ein kleiner Teil ist verziert. Im Allgemeinen entsteht beim Analysieren der Keramik von Muncuqlutəpə der Eindruck, dass die Tongefäße, die in die Opferstätten gelegt wurden, speziell für Bestattungen hergestellt wurden. Im Gegensatz dazu sind die Gefäße, die neben dem Verstorbenen im Grab platziert wurden, qualitativ hochwertig gefertigt, viele davon mit Reliefgravuren verziert, einige mit geometrischen Ornamenten in roter Farbe bemalt. Aus den Grabkammern wurden hauptsächlich Metallgegenstände aus Bronze gefunden, darunter Armbänder, Ringe, Anhänger, Ohrringe, verschiedene Knöpfe mit hinterem Ring und Waffen. Es wurden nur zwei Schwerter und fünf Pfeilspitzen gefunden. Aus den Grabkammern von Muncuqlutəpə wurden ein aus Eisen hängendes bronzernes Schmuckstück, ein Würfel mit Nadelspitze, Messersplitter und manchmal nicht zu identifizierende Eisenstücke entdeckt. In den Grabkammern wurden große Mengen an Perlen aus Achat, Pasta, Travertin, Muschel und Bronze gefunden. Unter den bronzenen Schmuckgegenständen sind besonders Amulette in runder Form mit Netzstruktur und Aufhängerring sowie Vogelfiguren zu erwähnen. Diese Schmuckgegenstände, die bereits aus der Bronzezeit bekannt sind, waren zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. im Südkaukasus weit verbreitet. Aus Silber wurden nur zwei Ringohrringe gefunden. Unter den Schmuckgegenständen bilden Perlen aus Achat die Mehrheit.
Obwohl die meisten grob hergestellt sind, gibt es auch gut bearbeitete Exemplare. Unter den aus weißem Stein gefertigten Perlen müssen besonders die flachen, quadratischen Perlen mit konzentrischen Kreisen, die mit einer an Winkel annähernden Gravurtechnik verziert sind, hervorgehoben werden. Solche Perlen wurden am häufigsten in der Trallitzeit (7.–6. Jh. v. Chr.) entdeckt. Zusammen mit den Perlen wurden in den Gräbern auch zylindrische Siegel gefunden. Zwei davon sind aus weichem, weißem Stein gefertigt und auf ihrer Oberfläche mit einer Gravur in Form eines Tannenbaums verziert. Auf einer ist auf einem hellbraunen Hintergrund in vier Reihen konzentrische Kreise mit einem Punkt in der Mitte eingraviert, sodass auf dem hellbraunen Hintergrund ein weißes Ornament entsteht. Die Beschreibung ist nicht eindeutig. Solche zylindrischen Siegel sind aus dem Monument von Mərlik bekannt. Im Allgemeinen finden sich analoge Materialien zu den Funden des Muncuqlutəpə-Grabmals am häufigsten in den Monumenten des Urmia-See-Beckens und in Ostanatolien (Schwarzes Grabmal). Das Muncuqlutəpə-Grabmal stammt aus dem 8.–6. Jh. v. Chr.
Steckbrief
- Typ
- necropolis
- Architekturstil
- Architectural school of Nakhchivan
Fakten von Wikidata.
Schlagwörter
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Quellen
Der Text auf dieser Seite wurde übersetzt aus: Muncuqlutəpə nekropolu (az.wikipedia.org), Stand: 5 August 2024
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