Balla Cave

Pudelek (Marcin Szala) · CC BY-SA 3.0

Czina Tivadar. The original uploader was Szenti Tamás at Hungarian Wikipedia. · CC BY-SA 3.0

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Eine der besonders geschützten Höhlen Ungarns ist die Balla-Höhle. Ihre Besonderheit ist, dass in Ungarn erstmals hier menschliche Überreste aus der Altsteinzeit gefunden wurden. Sie liegt im Gebiet des Bükki-Nationalparks.

Beschreibung

Die inaktive Quellhöhle ist aus der Ferne sichtbar, ihr riesiger, horizontal ausgerichteter Haupteingang liegt am Rand von Répáshuta, 400 Meter in Luftlinie südöstlich vom Zentrum von Répáshuta, am Hang des Balla-Berges, in 565 Meter über dem Meeresspiegel. Sie hat vier Eingänge. Über dem Tal befindet sich ein Schild, das die Höhle und ihre Funde 53 Meter höher präsentiert. Die inaktive Quellhöhle entstand im triassischen Kalkstein. Ein 54 Meter langer Saal, durchschnittlich sechs Meter hoch und acht–zehn Meter breit, bildet das Innere. Sie ist frei zugänglich, für die Besichtigung wird eine Lampe benötigt.

1911 wurde die Höhle erstmals in der Literatur als Balla-Höhle bezeichnet. In der Literatur erscheint die Höhle auch unter den Namen Balla-Höhle (Polgárdy 1941), Ballabérci 1. Höhle und Balla-bérci Balla-Höhle (Hevesi 2002).

Forschungsgeschichte

Die Erkundung der Höhle wurde 1909 von Hillebrand Jenő begonnen, und bereits beim Ausheben des Probelochs fand er die berühmten Kinderknochen, die von Lenhossék Mihály untersucht wurden. Im folgenden Jahr erforschten Hillebrand Jenő, Kadić Ottokár und Kormos Tivadar die Höhle. 1911 setzte Hillebrand Jenő die Arbeit mit Kormos Tivadar fort, die 1913 abgeschlossen wurde. Aus den beiden oberen Holozänschichten wurden neolithische und bronzezeitliche Funde gewonnen. Die darunter liegende gelbe Lehmsschicht enthält Tierknochen, die am ehesten zur Fauna der späten Pleistozän-Phase von Pilisszántó passen. Auch Höhlenbären-, Höhlenhyänen- und Urwildknochen wurden daraus geborgen.

Das Alter des etwa anderthalb Jahre alten Kinderskeletts, das im oberen Teil der Schicht gefunden wurde, ist heute zweifelhaft. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zur Jungsteinzeit gehört. Die Besonderheit des Skeletts liegt trotz seiner Nähe zur Oberfläche in seinem archaischen Charakter, dem extrem langen und dicken Schädelwand, dem prognathen Gesicht, dem schwach entwickelten Nasenrücken und dem kaum tastbaren Dornfortsatz an der inneren Seite des Unterkiefers. All dies sind Merkmale antiker Formen. In den tiefer liegenden Schichten wurden Werkzeuge der frühen Szeleta-Kultur und der Bábonyi-Kultur gefunden. Das Untersuchungsergebnis der aus 1,7 Meter Tiefe gewonnenen Torfproben ist aus dem Nachlass von Ferenc Hollendonner bekannt. Die Torfproben enthalten Überreste von Ahorn, Erle, Linde, Kornelkirsche und Kiefern.

In der 1926 erschienenen Esztergom Évlapja-Studie wird erwähnt, dass das aus der Balla-Höhle (Répáshuta, Komitat Borsod) gefundene Kinderknochengerüst zur aurignacien Variante gehört, das 1909 von Jenő Hillebrand aus der diluvialen Schicht ausgegraben wurde. Im 1932 veröffentlichten Buch „Az Aggteleki cseppkőbarlang és környéke“, im Abschnitt über die Höhlen des Bükk-Gebirges, wird gesagt, dass sich die Balla-Höhle am Hang des Balla-Berges an der Grenze zu Répáshuta befindet. Es wurden zahlreiche diluviale Knochenfunde in den Bodenschichten entdeckt. Hier wurde in Ungarn das erste Urmenschenfossil gefunden, weil Jenő Hillebrand 1909 in der Höhle die Knochen eines etwa 1¼‑jährigen Kindes entdeckte. Unter den Funden dieser Höhle sind auch Steinwerkzeuge häufig. Die Darstellung wurde anhand von 4 Publikationen verfasst. In dem 1932 erschienenen Buch „Természetvédelem és a természeti emlékek“ werden die 1931‑Ausgaben‑Abschnitte über die Balla-Höhle wiederholt. Am 22. Februar 1934 um 8 Uhr – bei –5 °C Außentemperatur – wurde von János Dancza in der Vorhalle der Höhle –4 °C, im mittleren Teil der Höhle –4,5 °C, im hinteren Teil der Höhle –4,5 °C gemessen. An denselben Punkten, jedoch zwei Meter höher, betrug die Temperatur –4 °C, –4,5 °C und –3,2 °C.

Nach dem im Jahr 1939 im „Barlangvilág“ erschienenen, von Ottokár Kadić verfassten Aufsatz lieferten die regelmäßigen Ausgrabungen in der Szeleta-Höhle, der Balla-Höhle, der Herman-Ottó-Höhle, dem Kecske-Lyuk, der Három-kúti-Höhle, der Istállós-kői-Höhle, dem Büdös-pest und der Puskaporosi-kőfülkė im Bükk-Gebirge so viele ur- und urarchäologische Materialien, dass daraus ein Museumsraum gefüllt werden könnte. Im im Jahr 1941 erschienenen „Magyar turista lexikon“ hat die Höhle einen eigenen Eintrag. In der Publikation steht, dass die 30 × 8 m große Balla-Höhle (Bükk-Gebirge) in der Nähe von Répáshuta an der Seite des Balla-Berges (639 m) liegt. Aus der Höhle wurden 1909 die ersten menschlichen Frühmenschenknochenfunde Ungarns entdeckt. Die Knochenfunde eines einjährigen Frühmenschenbabys lagen nicht in der Paläolithschicht, sondern im höher liegenden gelben, kalksteinhaltigen Höhlenton. Neben dem kindlichen Skelett befanden sich kleine Vogel‑ und Säugetierknochen.

Im Jahrgang 1942 des „Országjárás“ wurde erwähnt, dass eine der bemerkenswerten Höhlen des Bükk über Répáshuta liegt und aus archäologischer Sicht berühmt ist. Seit 1951 steht die Höhle unter archäologischem Schutz. 1976 wurde die über Répáshuta liegende Balla-Höhle im Katastralgeltungsbereich 5300 (Bükk) zu einer landesweit bedeutenden Höhle. Im 1976 veröffentlichten „Magyar barlangtani bibliográfia“, zusammengestellt von Károly Bertalan und László Schőnviszky, wird im Höhlennamenverzeichnis die Höhle im Bükk-Gebirge als Balla-Höhle genannt. Im Höhlennamenverzeichnis sind 44 literarische Werke aufgeführt, die sich mit der Höhle befassen.

Im im Jahr 1976 fertiggestellten Manuskript mit dem Titel „Ungarisches Höhlenverzeichnis“ steht, dass die Balla-Höhle im Bükk-Gebirge bei Répáshuta liegt. Sie befindet sich über dem Friedhof von Répáshuta, an der Seite des Balla-Berges, in einer Höhe von 543 m ü. NN, mit einem weiten, säulenartigen Eingang. Die Höhle ist 35 m lang, 8 m breit und 10 m tief. Es handelt sich um eine einst fließende, heute ausgetrocknete Flusshöhle. In ihrer Füllung wurden urzeitliche Überreste und Werkzeuge gefunden. Der Teil des Manuskripts, der die Höhle behandelt, basiert auf einem literarischen Werk. Nach der Präzisierung der Höhlennamen in der 1976 erstellten Liste von Höhlen von nationaler Bedeutung steht in der am 30. Mai 1977 zusammengestellten Liste von Höhlen von nationaler Bedeutung die Höhle im Bükk-Gebirge bei Répáshuta unter dem Namen Balla-Höhle.

Steckbrief

Typ
cave

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Koordinaten: 48.046217, 20.531017In Google Maps öffnen

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Quellen

Der Text auf dieser Seite wurde übersetzt aus: Balla-barlang (hu.wikipedia.org), Stand: 26 April 2026

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