Khujand Fortress

Tuyuhun · CC BY-SA 4.0

VASHGIRD · CC BY 4.0

Adam Harangozó · CC BY-SA 4.0

Die Festung Khujand – ein industrielles, historisches und kulturelles Denkmal im Zentrum der Stadt Khujand, am linken Ufer des Syr Darya. Fläche 6,3 ha (200×320 m). Der Bastei (80×80 m) befindet sich im Nordostteil der Festung. Die Umgebung der Festung ist von einer (teilweise zerstörten) Mauer umgeben.

Befestigungen

Die Festung Khujand wurde durch die Expedition der botanischen Komplexforschung des Nordens Tadschikistans unter der Leitung von Akademiker Nuʿmon Neʿmatov untersucht (seit 1964). Die alten Bewohnungsschichten von Haus und Stadtmauer gehören zu den Jahrhunderten 8‑5 v. Chr. Die Festung (zu den sakischen Bauwerken gehörend) wurde in den Jahrhunderten 8‑5 errichtet, ihr Umfeld war zunächst von einem Graben, später von einer steinernen Mauer umgeben. Die Umgebung der Stadt und jener Teil (ein Bestandteil der alten Stadt Khujand) war durch eine separate Mauer und einen breiten, tiefen, voll ausgegrabenen Graben umschlossen. Die zweite Bewohnungsschicht der Festung Khujand datiert aus den Jahrhunderten 4‑3 v. Chr. Unterhalb der Stadtmauer von Khujand und im westlichen Teil wurde ein antikes Stadtgebiet (Fläche 20 ha) entdeckt, das Wissenschaftler den Ruinen von Iskandarija‑Aqso zuordnen.

Durch die Entwicklung von Wirtschaft, Handel und Bevölkerungswachstum dehnte sich die Stadt aus und eine neue Festung Khujand wurde errichtet (Jahrhunderte 6‑7), die aus Stadtmauern, Stadtteil und Werk bestand. In den Jahren 721‑722 nutzten die Araber das Manjanieq, um die Befestigungsanlagen der Festung zu zerstören, doch die Einwohner von Khujand schlugen sie vor dem Stadttor zurück. Während der mongolischen Invasion (1219‑1220) wurde die Stadt in einer Schlacht von 25 tausend Soldaten und 50 tausend lokalen Gefangenen eingenommen. Am Ufer der Festung Khujand (auf der Insel des Syr‑Flusses) besiegten die Verteidiger von Khujand unter der Führung von Timur Malik die mongolischen Truppen. Durch die mongolische Invasion wurde die Festung Khujand zerstört. Nach den Angaben von Babur wurde die Stadtmauer der Festung am Ende des 15. Jahrhunderts repariert und zum Sitz des lokalen Gouverneurs umfunktioniert.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließ der Herrscher Okbutabek die Festung Chuchand mit dicken, aus Lehm gemauerten Mauern, Türmen, runden und rechteckigen Bastionen sowie verstärkten Toren ausbauen. Außerdem wurde die Altstadt der Stadt repariert und ein neuer Palast des Herrschers im Bogenbau errichtet. Im 18.–19. Jahrhundert wurde das Gelände zum Schlachtfeld der Truppen von Bukhara und den Truppen von Chuchand. Im Jahr 1866 wurde es während des heftigen Aufstands der Bevölkerung und der lokalen Militärführer gegen die russischen Truppen des Zarenreichs stark beschädigt. Die Altstadt war bis zum Jahr 2015 Standort von militärischen Einheiten.

Funde

Aus diesem Ort wurden durch botanische Ausgrabungen Kupfer- und Zinnplatten, Ton- und Tonformen, silberne Gegenstände (mit Handwerks- und Pflanzenmotiven), Glas- und Bleiglaswaren, Schmiedearbeiten, Messing- und Zinngegenstände (aus der Zeit der Samaniden, Karachaniden, Timuriden), Keramische Produkte (kleine und große Töpfe), verschiedene Tonkrüge, handgefertigte Töpfe, Kleidung, Datteln, schwarze Lampen, Marmor, Schachbretter und Ähnliches gefunden. Die Funde sind teilweise im Historischen Museum der Region Sughd, im Archäologischen Museum und der Festungsanlage Chuchand nach dem Akademiker Nuhman Ne'matow aufbewahrt. Außerdem ist ein Hauptteil des Geschichts- und Kulturkomplexes „Festung Chuchand“ im historischen‑kulturellen Erbe‑Verzeichnis Tadschikistans eingetragen, und das Projekt zur Restaurierung und Wiederherstellung der Festung Chuchand wurde vom Ministerium für Kultur der Republik Tadschikistan genehmigt.

Historisches Museum

Das Historische Museum der Region Sughd wurde im Jahr 1986 anlässlich des 2500‑jährigen Jubiläums der Stadt Chuchand gegründet. Nach der Restaurierung des Eingangs und der Festungsmauern wurde das Museum im Jahr 1999 durch Beschluss der Regionalregierung innerhalb der Festung Chuchand im Historischen Museum der Region Sughd untergebracht.

Im Juli 2003 wurde das kleinste Museum des Geschichtsmuseums der Region Sughd in der Nähe des Stadtzentrums eröffnet. Das Bauwerk wurde mit einem Betrag von 3 Millionen 800 tausend Somoni errichtet, von denen 500 tausend aus dem Präsidentenfonds des Landes bereitgestellt wurden. Das imposante Gebäude, das die Ausstellung von Geschichte und Kultur des tadschikischen Volkes beherbergt und sich über eine Fläche von mehr als 3 tausend 365 Quadratmetern erstreckt, besteht aus einem Hauptturm, zwei mittleren Türmen und vier kleinen Türmen.

Geschichts‑ und Kulturensemble

Auf der Grundlage des Projekts wurden die umgebenden Mauern der „Festung Chughand“ restauriert, die Fensterbögen wiederhergestellt, ein Verwaltungsgebäude, Werkstätten von Handwerkern, ein nationales Restaurant, ein Modell von Häusern und Bädern des alten Chughand, ein Gästehaus und ein Lagerhaus, ein Teehaus, Werkstätten für die Zubereitung traditioneller tadschikischer Gerichte, weitere Servicepunkte und andere Hilfsbauten errichtet.

Im südlichen Teil der Festung Chughand wurden entsprechend den heutigen Anforderungen acht offene Handwerksstände eingerichtet, in denen die Produkte der Handwerker, wie verschiedene Arten von Textilwaren, Malereien, Stickereien, Holzschnitzereien, Skulpturen, verschiedene Lederarbeiten, handgefertigte Töpferwaren, traditionelle Männer‑ und Frauenbekleidung, Adressen und Atlanten, Keramikprodukte, Schmuck und traditionelle Musikinstrumente ausgestellt werden.

Der Festungsplatz und seine inneren Wege wurden mit Steinen aus dem Khora von Chughand auf einer Fläche von 12 tausend 500 Quadratmetern gepflastert, wobei 5 tausend Quadratmeter begrünt wurden. Im Festungsbereich befinden sich zwei große Säulen und vier Stoffzeltpavillons, die von den renommierten Handwerkern der Stadt Isfara unter Anleitung und Beratung von Usto Burhon kunstvoll gefertigt wurden.

Palast der Festung Chughand

Beim Bau des Gebäudes „Festung Chughand“, das fünf Ausstellungshallen umfasst, wurde die tadschikische nationale Baukunst, wie Holzschnitzerei, Malerei, Stickerei, Holzverarbeitung, Steinbearbeitung, Teppichknüpfung, Korbflechterei, Polsterung und andere Techniken, umfassend eingesetzt.

Im Titel „Havza-i ilmī-adabī Khujand“, das mit nationaler Architekturkunst illustriert ist, werden Informationen über das Leben und die Tätigkeit der Gelehrten von Khujand, die namhaften tadschikischen Dichter und berühmten Künstler gesammelt, und im Abschnitt Khujand und seiner Festung finden sich Reden der Gelehrten und der reichen Menschen der Vergangenheit und Gegenwart, die Ansprache des verehrten Führers der Nation, Herrn Emomali Rahmon, zur Geschichte der Festung und andere notwendige Materialien. In diesem Titel sind die Skulpturen von vier namhaften Personen aus Khujand – Ziyoddin Khujandi, Shaido Khujandi, Sadroddin Khujandi und Sultan Umarov – sowie Exponate, die sich auf Wissenschaft und Literatur beziehen, wie Handschriften, Federkiele, Tafeln, Schreibgeräte, Tintenbehälter und wasserhaltige Schreibutensilien, ausgestellt.

Steckbrief

Typ
fortress

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Koordinaten: 40.284794, 69.616783In Google Maps öffnen

Schlagwörter

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Quellen

Der Text auf dieser Seite wurde übersetzt aus: Қалъаи Хуҷанд (tg.wikipedia.org), Stand: 18 July 2026

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