Fáni-völgyi No 9 Cave

Szenti Tamás · CC BY-SA 4.0

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Die Fáni-völgyi 9. sz. Höhle befindet sich im Nationalpark Duna–Ipoly im Vértes-Gebirge, einer der Höhlen in Szár.

Beschreibung

Im Außenbereich von Szár, im besonders geschützten Gebiet des Vértesi Natúrparks, liegt die Höhle im Wald. Auf der östlichen Seite des Fáni-völgy, vom Sperrbalken, der das westliche Ende des Tals abschließt, in Richtung der Mühlstraße nach Ny, etwa 350 m gehend, direkt unterhalb der Fáni-völgyi 8. sz. Höhle, in einer Höhe von 255 m ü. NHN, etwa 25 m relativ zur Straße, befindet sich der Eingang der Fáni-völgyi 9. sz. Höhle. Der nach Ny gerichtete Eingang ist schwer zu erkennen und ist in der Laubzeit stark überwuchert.

Die Höhle entstand im Trias-Dolomit durch Frostsprengung und Korrosion. Der 3,5 m breite, 2,5 m hohe, gewölbte Höhleneingang führt in eine weite Steinhöhle. Nach dem gewölbten Eingang bewahrt das Tal der Kammer den Typ eines Tunnels. Die Wände sind stark brekziert und zeigen stellenweise eine rosarote Verfärbung. Es ist etwas Borsäurestein zu beobachten, und einige Stellen der Wände sind von Algen bedeckt. Der Boden ist mit Gesteinsbruch und einer beträchtlichen Menge an Schlamm bedeckt. In der für das Bivakieren hervorragend geeigneten Höhle kommt auch Mufflonkotz vor. Obwohl das Gelände schwer begehbar (steil) ist, ist die Höhle leicht in Alltagskleidung zu betreten; für die Besichtigung ist keine Genehmigung erforderlich.

1979 wurde die Höhle erstmals in der Literatur als Fáni-völgyi 9. sz. Höhle bezeichnet. In der Literatur erscheint die Höhle auch unter den Namen 9. sz. Höhle (Alba Regia Barlangkutató Csoport 1979), Fáni-völgyi 9.sz. Höhle (Egri 2003), Fáni-völgyi 9.sz. Höhle (Bertalan 1976), Fáni-völgyi-Höhle (Alba Regia Barlangkutató Csoport 1979) und Fáni-völgyi Höhle (Bertalan 1976).

Forschungsgeschichte

Laut dem 1962 veröffentlichten Buch „Die Welt der Höhlen“ gibt es im Fáni-völgy im Vértes-Gebirge kleine Höhlen, die 10–12 m höher liegen als das Tal.

Eine der Gruppen des aus wechselnden Mitgliedern des Ferencvárosi Természetbarátok Sportköre Barlangkutató Csoport bildenden Teams, die von Horváth János geleitet wurde, setzte 1968 die Erkundung des Vértes-Gebirges und die dreiseitige Vermessung der im Gebirge befindlichen Höhlen fort. Diese Gruppe vermesste im Fáni-völgy neun, teilweise bereits zuvor bekannte (mit I–IX bezeichnete) Felshöhlen. Mit Hilfe der Vermessung erstellte die Gruppe in diesem Jahr den Grundrissplan, den Längsschnittplan und den Querschnittplan der Höhle Fáni-völgyi 9. sz. üreg (F-9). Die Karten stellen die Höhle im Maßstab 1:100 dar. Auf dem Kartenblatt ist zur Nutzung des Grundrissplans die östliche Richtung (É) markiert. Auf dem Grundrissplan und dem Längsschnittplan ist die Lage des Querschnitts in der Höhle zu sehen. Auf das Kartenblatt wurde zudem ein Lageplan übertragen, auf dem die geografische Lage der Höhle erkennbar ist. (Auf dem Grundrissplan sind auch die Grundrisskarten der Fáni-völgyi 7. sz. üreg und der Fáni-völgyi 8. sz. üreg abgebildet, sowie auf dem Längsschnittplan ein Schnittplan des letzteren.)

Dem Bericht des FTSK Barlangkutató Csoport für das Jahr 1969 zufolge erstellte Horváth János 1969 anhand der im Frühjahr‑Herbst 1968 durchgeführten Höhlenvermessungen die Karte des 9. Hohlraums im Fáni-völgy (Vértes-Gebirge). Auf den Karten werden die Höhlen im Maßstab 1:100 dargestellt.

Im im Jahr 1976 fertiggestellten Manuskript mit dem Titel „Magyarország barlangleltára“ steht, dass sich im Vértes-Gebirge, bei Szár, die 9. Höhle von Fáni-völgy (Fáni-völgyi barlang) befindet. Vom Tempel Vérteskozma nach KÉK, 2,5 km, liegt der Eingang der 9. Höhle von Fáni-völgy unter dem Felsvorsprung Ny-i, der vor dem Felsvorsprung Fáni-völgyi 8. und dem Felsvorsprung Fáni-völgyi 8/a liegt. Die durch tektonische, korrosionsbedingte Gesteinsverwitterung entstandene Höhle ist 5 m lang, 3 m breit und 2,5 m hoch. Der Teil des Manuskripts, der die Höhle beschreibt, wurde anhand von 2 literarischen Werken verfasst.

Nach dem 1979 von der Alba Regia Barlangkutató Csoport erstellten Manuskript ist die 9. Höhle von Fáni-völgy (Fáni-völgyi-barlang, 9. Höhle) im OKTH-Höhlenregister verzeichnet, in dem sie unter den Höhlen des Vértes-Gebirges als Höhle Nummer 18 mit dem genannten Namen geführt wird. Aufgrund der äußerst unklaren und skizzenhaften Beschreibung kann die Höhle topografisch nicht identifiziert werden. Tatsächlich existiert die 9. Höhle von Fáni-völgy nicht, bzw. sie ist identisch mit der 6. Höhle von Fáni-völgy.

Begründung: 1. Die Gruppe hat den Ort zweimal aufgesucht, aber nach gründlicher Durchsuchung die Höhle nicht gefunden. 2. Das Fáni-völgyi 6. sz. Hohlraum von DK-Richtung aus liegt tatsächlich (wie im Höhlenregister beschrieben) vor dem Fáni-völgyi 8. sziklaeresz und dem Fáni-völgyi 8/a sziklaeresz, in deren Nähe. 3. Der Name Fáni-völgyi-barlang stammt von Kocsis Antal, dessen Beschreibung die Höhle Nr. 26 ist, die jedoch eindeutig mit dem Fáni-völgyi 6. sz. Hohlraum identifiziert werden kann. 4. Die als Fáni-völgyi 9. sz. Hohlraum beschriebene Höhle weicht in ihren Maßen kaum vom Fáni-völgyi 6. sz. Hohlraum ab. 5. Im Höhlenregister, auf dem Schild des Fáni-völgyi 6. sz. Hohlraums, wird weder auf einen anderen Namen der Höhle noch auf Kocsis Antal verwiesen. So wird Kocsis Antal als Autor nur bei 7 Hohlräumen erwähnt, obwohl er 8 (von der Gruppe ebenfalls identifizierte) Hohlräume beschrieben hat. Die fehlende 1 Beschreibung ist genau die von ihm mit der Nummer 26 bezeichnete Fáni-völgyi-barlang. Vergleicht man die Fakten, existiert der Fáni-völgyi 9. sz. Hohlraum nicht, weil er mit dem Fáni-völgyi 6. sz. Hohlraum identisch ist.

Im Jahresbericht 1980 der FTSK-Höhlenforschungsabteilung steht, dass das in der Fáni-völgy (Vertes-Gebirge) befindliche Fáni-völgyi 9. sz. Hohlraum (F-9) das vierte, größte Hohlraum ist, das den Fáni-völgyi 7. sz. Hohlraum, den Fáni-völgyi 8. sziklaeresz und den Fáni-völgyi 8/a sziklaeresz umfasst. Der Fußreihen‑ (Hohlreihen‑) Boden, vor dem ein meterbreiter Felsvorsprung liegt, ist 5,5 m unterhalb des Weges, an der Nord‑seitigen Absenkung, und die Höhle öffnet sich von der darunter liegenden Trümmerablagerung aus mit einem ovalen Eingang von 3 × 2,5 m. Die Richtung der Höhle stimmt mit der der Hohlreihe überein und reicht unter den felsigen Spalt auf der Wegseite. Die Gewölbe liegen etwa 2,5 m unterhalb der Durchgangsebene. Das einhüllende Gestein und seine Form ähneln dem Fáni-völgyi 1. sz. Hohlraum und dem Fáni-völgyi 6. sz. Hohlraum.

Steckbrief

Typ
cave

Fakten von Wikidata.

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Koordinaten: 47.460333, 18.467611In Google Maps öffnen

Schlagwörter

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Quellen

Der Text auf dieser Seite wurde übersetzt aus: Fáni-völgyi 9. sz. üreg (hu.wikipedia.org), Stand: 15 January 2023

Der Text steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 zur Verfügung.